EIN OFFENER BRIEF UEBER SIDDHA YOGA

Dieser Brief stammt von einer von Gruppe Menschen, die Siddha Yoga verlassen haben und die
einmal sehr tief in dessen Aktivitäten eingebunden waren. Vielen von uns half Lis Harris
Artikel, der im November 1994 in der Zeitschrift "New Yorker" erschien,
anzuerkennen, daß SYDA und dessen Leitung sich sehr von ihrem Auftreten und von dem, was
sie zu sein behaupten, unterscheiden. Viele von uns wußten über die Fakten aus
Harris' Bericht jahrelang Bescheid, aber wir hatten sie ignoriert oder geleugnet. Wir
hatten unseren Glauben und unser Vertrauen, unser Idealismus und unsere Zeit, unsere
Energie und unser Geld in Siddha Yoga investiert. Wir hatten uns Siddha Yoga gewidmet und
Siddha Yoga zu unserem Leben gemacht. Aus diesem Grund war und ist das Anerkennen der
Tatsachen über SYDA weiterhin ein schmerzhafter Prozeß für uns. Wir brechen jetzt unser
Schweigen, weil wir glauben, daß Siddha Yoga seine Mitglieder betrügt, und wir möchten
mit diesem Brief erklären, auf welche Weise.
Wir kamen zu SY, weil wir unser geistiges Leben bereichern wollten. Anfangs machten einige
von uns außergewöhnliche Meditationserfhrungen, andere fühlten, daß sie endlich eine
Gemeinschaft verständnisvoller Wahrheitssuchender gefunden hatten. Als wir mehr
einbezogen wurden, begannen wir zu glauben, daß Gurumayi und Muktananda gültigen
Anspruch besaßen auf "vollständige Erleuchtung", "Vollkommenheit"
und den "Heiligenstatus." Tatsächlich glaubten wir, sie seien lebendige
Gottheiten. Mit Shaktipat; der Erweckung der Kundalini, glaubten wir die endgültige Stufe
menschlicher Entwicklung vor der göttlichen Vollkommenheit erreicht zu haben. Alles was
zu tun übrig blieb, war, den Guru zu lieben, an ihn zu glauben, ihn zu verehren, was auch
passierte, und die Erleuchtung wäre uns sicher.
Unser Glaube an diese Konzepte führte uns dazu, Siddha Yoga zum wichtigsten Teil unseres
Lebens zu machen. Als wir dem Guru jedoch näher kamen, entdeckten wir, daß sowohl
Muktananda als auch Gurumayi private Persönlichkeiten hatten, die in scharfem Gegensatz
zu ihren öffentlichen Persönlichkeiten standen. Wir lernten schnell, daß unser Status
als "Schüler" und unsere "Nähe zum Guru" davon abhängig waren, wie
gut wir gelernt hatten, die Geheimnisse, die wir erfahren hatten, zu hüten und wie
alentiert wir im Beschönigen waren und darin, Schaden unter Kontrolle zu halten. Auf
Kosten unserer eigenen Integrität lernten wir den natürlichen Fluß unserer Gedanken und
Gefühle zu ignorieren oder zu entstellen - so daß wir die Unstimmigkeiten zwischen dem
Anspruch der Gurus auf Vollkommenheit und ihrem tatsächlichen Verhalten in Einklang
bringen konnten. Immer wieder wurde uns erzählt - entweder von Swamis, ausgewählten
Lehrern oder Ram Butler's Korrespondenz Kurs ("Auf der Suche nach dem Selbst"),
- daß "Hingabe " der Weg eines wahren Schülers sei; daß "Klatsch"
destruktiv sei. Dies bedeutete, unsere Gedanken, Gefühle und subjektiven Erfahrungen
einer angeblich grösseren Wahrheit und einem höheren Zweck unterzuordnen, die durch den
Guru repräsentiert wurden. Wir wissen jetzt, daß wir uns unter unserem Preis verkauft
haben.
Wir sind nicht mehr bereit, anderen die Kontrolle über unsere Wirklichkeit zu geben. Als
wir zu zweifeln begannen, hatten wir anfänglich Angst; wir fürchteten, daß wir alles
verlieren würden, wenn wir unsere Gedanken und Gefühle nicht weiterhin unterdrückten,
wenn wir nicht blind gehorchten. Aber wir haben genau das Gegenteil erfahren: indem wir
die Wahrheit schließlich uns und anderen erzählen, erhalten wir die kostbare Freiheit,
die wir verloren hatten, zurück.
Wir sind uns darüber im klaren, daß die meisten Leute, die von der äußeren Schönheit
von Siddha Yoga, seinen Übungen und seiner Lehre begeistert sind, es schwierig finden
werden, dem, was wir beobachtet haben, Glauben zu schenken. Es ist hier nicht unsere
Absicht, das scheinbar Positive der äußeren Schicht von SY zu erklären. Die Autoren
dieses Briefes haben lange Zeit hinter der öffentlichen Fassade zugebracht, und wir haben
ein vollständigeres Bild der unoffiziellen Seite des Siddha Yoga und des Doppellebens
seiner Führer gesehen, als die meisten Leute je sehen. Wir glauben, daß die korrupten
Methoden von SYDA enthüllt werden müssen, obgleich ein ehemaliger SYDA Treuhänder
einmal in drohendem Tonfall während einer Personalversammlung erklärte, daß Anfechter
von Siddha Yoga, die Behauptungen bezüglich Fehltritten öffentlich machten, im ganzen
Umfang des Gesetzes strafrechtlich verfolgt würden. Offenbar ist es SYDA sehr viel Geld
wert, Tatsachen zu verheimlichen.
Wir stellen hier das dar, von dem wir wissen, daß es wahr ist. Wir hoffen, daß alle, die
dies lesen, offen dafür sind, die Wahrheit zu hören und eine informierte Entscheidung
bezüglich ihrer Teilnahme an Siddha Yoga zu machen. Dies sind einige der Geheimnisse, die
wir nicht mehr guten Gewissens verschweigen können:
Jahrelang wurde von Muktananda umfangreicher, sexueller Mißbrauch und Ausbeutung junger
Frauen, oft minderjährig, begangen, und später von George Afif. Hunderte von Frauen
wurden von diesen Männern im Ashram verführt, sexuell belästigt und mißbraucht. Viele
dieser Frauen blicken auf diese Erlebnisse als traumatische Verletzungen zurück. Einige
Frauen suchten Hilfe von Swamis, Mitarbeitern oder von Gurumayi selbst. Man sagte ihnen,
daß sie diese Mißhandlungen selbst verursacht hätten und sie darüber schweigen und mit
niemand reden sollten. Wenn der Ashram und die Swamis nicht offiziell abstreiten, daß
solche Dinge je stattgefunden haben, verzerren sie die Geschichte und behaupten,
Muktanandas sexuellen Handlungen hätten einen göttlichen Zweck verfolgt. Im Falle Afifs
beschuldigen sie seine Opfer. Wir lehnen diese Leugnung entschieden ab. Und wir verwerfen
diesen grotesken Machtmißbrauch, der Frauen ausbeutet und erniedrigt und sich dabei auf
tantrischen Schriften etc beruft.
Der Machtmißbrauch Muktanandas ist ein Vermächtnis, das weiter anhält. Jahre nach
seinem Tod leitete neben Gurumayi auch George Afif die SYDA-Foundation - ein Mann,
der 1983 gegen ein Anklage wegen Unzucht mit Minderjährigen keinen Einspruch erhoben
hatte. Wir sahen Gurumayi sogar Befehle von ihm entgegennehmen. Afifs zwanghafte Lust auf
junge Mädchen und Frauen, sein Geschmack an den teuersten Kleidern und Dingen der Welt,
und seine Grausamkeit gegenüber denen, die ihm in die Quere kommen, sind vielen bekannt.
Was hat es mit der Macht, die er über Gurumayi hat, auf sich, daß sein berüchtigtes
Verhalten im Ashram so viele Jahre entschuldigt und ungeprüft blieb? Kürzlich hieß es
von Afif, er ginge davon aus, schließlich an Gurumayis Seite zurückzukehren. Die
Linientreuen von SYDA halten eine solche Wiedervereinigung für undenkbar. Aber die
Geschichte zwischen Afif und Gurumayi wird nicht offen und ehrlich anerkannt. Wenn das der
Fall ist, wiederholt sich die Geschichte.
Seit den späten '80ern sind in Afifs und Gurumayis Auftrag Mitarbeiter der SYDA, oder
örtliche Anhänger, durch die ganze Welt gereist um Gurumayis Bruder, Nityananda, zu
verfolgen, ihn körperlich anzugreifen, zu belästigen nd bei jeder Gelegenheit zu
bedrohen. Die Swamis und die SYDA-Angestellten, die dies routiniert abstreiten, lügen
bloß. Ein Anhänger und Therapeut wurde von SYDA Leitern, mit Gurumayis Segen, dazu
überredet, einen beruflichen Gangster anzuheuern, um Nityananda zu schikanieren und zu
bedrohen, als er in dessen Stadt kam, um dort einen öffentlichen Vortrag zu halten.
Anhänger, die ihre Loyalität durch Partizipation an diesen Angriffen zum Ausdruck
bringen, erhalten Lob, Dankbarkeit und besondere Aufmerksamkeit von Gurumayi. Es ist
bemerkenswert, daß diese Angriffe aufgehört haben, wenigstens in den USA, nachdem sie im
Artikel im "New Yorker" angeprangert wurden.
Viele der Kurse und öffentlichen Vorträgen im Ashram wurden größtenteils von George
Afif und von Gurumayi durch Ohrstöpsel den Sprechern diktiert. Dies geschah beim Feuer
Kurse, No-Ego Kurs, Month Long Kurs und in zahlreichen Intensivs. Viele dieser Kurse
enthielten verbale Beleidigungen der Teilnehmer, die manchmal vertrauliche Mitteilungen
aus persönlichen Briefen an Gurumayi öffentlich enthüllten. Afif hatte Zugang zu diesen
Informationen, weil er regelmässig an Gurumayi persönlich gerichtete Post las.
An
verschiedenen Stellen im Ashram sind Videokameras versteckt. Viele Gästezimmer und
Unterhaltungen in öffentliche Bereiche werden durch versteckte Mikrophone von Gurumayi
und ihren Mitarbeitern belauscht. Diese sind das Amrit, das Global Communications Office,
die Meditationshalle, das Programming Office, öffentliche Haustelefone, und der
Anmeldeschalter. Außerdem wissen die Mitarbeiter, daß sie über diese Überwachung
hinaus Gurumayis Zuneigung gewinnen können, indem sie ihr von jedem Klatsch sofort
berichten, sei es über Besucher oder gegenseitig.
Die Ashram Politik und Einstellung diskriminiert Homosexuelle. Gurumayi besteht darauf,
daß Paare gleichen Geschlechts, von denen bekannt ist, daß sie eine Beziehung haben, im
Ashram nicht in einem Zimmer untergebracht werden, obwohl man sich bemüht, diesen
Grundsatz vor den Betroffenen geheimzuhalten. Während Gurumayi selbst sich mit vielen
schwulen und lesbischen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen umgibt, gibt sie ihnen auf
verschiedenste Weise zu verstehen, ihre Orientierung zu verbergen und zu leugnen. Anfang
1991 forderte Gurumayi außerdem, daß alle schwulen und lesbischen Hatha Yoga Lehrer in
SYDA Ashrams und Centern urch die Centerleiter und die Kommites entlassen wurden. Ihnen
wurde die Anweisung gegeben, Ausreden zu erfinden und unter keinen Umständen
durchschimmern zu lassen, daß die sexuelle Einstellung schuld daran sei. Solange sie
nicht reich und bedeutsam sind, werden Schwule und Lesben von vielen Positionen und
Aktivitäten in Siddha Yoga Institutionen ausgeschlossen.
Die Ashram Bewohner sind überarbeitet und werden schlecht behandelt. Lange Tage und
Nächte voller Arbeit werden von ihnen verlangt ohne kaum eine Vergünstigung;
überfüllte, primitive Unterbringungen ohne Privatsphäre sind typisch, ebenso sind
plötzliche Ausweisungen von Leuten, die jahrelang hart gearbeitet und treu gedient haben,
häufig.Einigen dieser Leute, die von Gurumayi aus den Ashram verwiesen wurden, wurde von
ihr mitgeteilt, daß sie ihr Tausende von Dollar für ihre Zeit mit ihr schuldig seien.
Leider gibt es Leute, die ihr das Geld schicken, das sie verlangt hat.
Viele aus Gurumayis Mitarbeiterstab leiden an Depressionen, Esstörungen, Süchten und
anderen ernsten emotionalen Störungen. Gurumayi schickt leise zahlreich Mitarbeiter und
Anhänger zu Therapeuten und in langfristige Behandlungen. Es wird nicht anerkannt, daß
die anhaltende Auslieferung an die ungesunde Abhängigkeit des Ashram Lebens und den
emotionalen und körperlichen Forderungen Gurumayis eine große Rolle bei den Erkrankungen
spielt. Die Ashrambewohner schreiben diese dem niemals enden wollenden Reinigungsprozess
zu, den sie glauben zu brauchen, um ihrem guru besser zu dienen.
Gurumayi hat viele Ashrambewohner zu Therapeuten gesandt, die Anhänger von ihr sind.
Einige dieser Therapeuten verletzen ihre berufliche Ethik und die Schweigepflicht indem
sie Gurumayi über die Inhalte dieser Therapiesitzungen auf ihre Bitte hin berichten.
Einige von uns sahen Gurumayi öfters mit den Therapeute über diese klinischen Berichte
spötteln.
Gurumayi behauptet, eine Weltentsagende zu sein. Wir machten erstaunliche geistige
Akrobatik um zu übersehen oder zu rationalisieren, daß sie einen teuren Geschmack für
Schmuck, Seide und Hüte hat, daß sie mit Leuten von Status, Macht und Reichtum verkehren
muß und daß alles, was sie berührt von der feinsten und teuersten Sorte in der Welt
sein muß. Wir sahen sogar über ihre Schönheitsoperation hinweg, die sie vornehmen
ließ, um das Aussehen ihrer Wangen- und Kieferknochen zu verbessern. Viel vom Luxus um
Gurumayi herum wird von Anhängern gespendet, die schnell gelernt haben, daß teure
Geschenke Gurumayis Aufmerksamkeit erkaufen kann oder zumindest die eines Mitarbeiters.
Das Projekt des Nityananda-Sees im Ashram in South Fallsburg, das von George Afif
entworfen wurde, erwies sich für SYDA als steuerlicher und public-relations Reinfall. Sie
brauchen jetzt mehr Geld denn je, weil sie enorme Geldstrafen für den umfangreichen
Umweltschaden, den das Projekt im Sullivan Bezirk (New York State)verursacht hat, zahlen
müssen. SYDA muß sich auch mit einem halbe Millionen Dollar Prozess von der Baufirma
abgeben, denen SYDA später die Bezahlung für die Arbeit verweigerte. Afifs
"Verschwinden" wird dabei geschickt genutzt, um ihre Weigerung damit zu
erklären, daß Afif nie die Vollmacht besaß, sie überhaupt anzustellen. Dies ist nur
eine der vielen Arten, auf die SYDA nicht ehrlich mit seinen Geldgeschäften ist.
Im Siddha Yoga sind Doppelbotschaften in Form spiritueller Wahrheiten allgegenwärtig.
"Achte, liebe und verehre das Selbst", aber denke daran: du verdankst alles dem
guru, dir gehört nichts, nur der guru ist wichtig, und ohne sie bist du nichts wert.
"Der guru ist ein vollkommener Spiegel", also denke daran: jede Klage, Kritik
oder Frage, die du hast, ist bloß eine Spiegelung deiner eigenen Unreinheit. Obwohl das
Selbst natürlich rein ist, und du bist das Selbst, du bist halt nicht rein genug, noch
nicht. Diese und viele andere verrückt machenden Botschaften lähmen den Geist und lehren
die Leute, ihrer eigenen Wahrheit nicht zu vertrauen.
Die oben ausgeführten Punkte, die nur einige Aspekte von SY sind, deuten bereits an, auf
welch umfangreiche Weise Ausbeutung, Manipulation und Entmündigung seiner Anhänger
stattfinden. Unserer Meinung nach machen diese Punkte die Korruptheit von Siddha Yoga aus.
Selbst wenn Gurumayi vollkommen oder erleuchtet wäre, was sie sicherlich nicht ist,
würde ihre "Mission" niemals die geheimen Hintergehungen und Grausamkeiten im
Innern des Ashrams rechtfertigen. Wenn wir unsere Augen und Ohren und Münder vor diesem
Betrug und dieser Grausamkeit verschließen; wenn wir uns in eine idealisierte, magische
Traumwelt des Bewußtseins zurückziehen und uns weigern, jene zu sehen und zu hören, die
mißbraucht und betrogen wurden; wenn wir weiterhin sagen "das war nicht meine
Erfahrung", "mir ist soetwas nicht passiert" und "Ich bin nie auf
dieser Ebene involviert gewesen" oder, vielleicht am schlimmsten von allen, "Ich
weiß von diesen Dingen, aber kann sie akzeptieren", dann setzen wir den Kreislauf
des Mißbrauchs fort.
Es ist schmerzhaft, nun zu erkennen, wie wir schrittweise dazu verführt wurden, unsere
Wahrheit, unsere Moral, unsere Wirklichkeit und unser Selbstbewußtsein zu opfern, um
Gurumayi und Muktananda zu schützen und zu verteidigen. Sie machten Jagd auf unsete
Sehnsucht und unsere Verletzbarkeit, und wir versuchten, uns ihren Forderungen anzupassen.
Wir dachten, wir müßten nur noch mehr Guru Gitas singen, mehr Geld geben, mehr Seva
machen, weniger schlafen, weniger essen, mehr lächeln, ein Intensiv mehr mitmachen, uns
anders kleiden, unser Haar färben, es dann wieder natürlich wachsen lassen, ganz
abschneiden, das richtige Geschenk geben, den richtigen Witz erzählen, den richten Trick
machen; daß dann vielleicht der guru uns mit ihrer Zustimmung segnen würde und unsere
Existenz wertschätzen. Als wir schließlich wieder zu Atem kamen, waren wir erschüttert
zu erkennen, wieviele Lügen wir erzählt hatten, wie Siddha Yoga uns beigebracht hatte,
unser Leben von Angst, Scham und Schuld regieren zu lassen.
Wir müssen unsere eigene Integrität nicht mehr verraten in dem Versuch, Liebe von einem
guru zu erhalten, deren Liebe beschmutzt ist von ihrem Bedürfnis, andere zu kontrollieren
und auszubeuten. Nach vielen Jahren haben wir gelernt, daß unsere gesündeste Antwort auf
Siddha Yoga die ist, zu gehen. Wir wissen jetzt, daß weder Gurumayi noch irgend eine
andere Person imstande ist, uns Erleuchtung zu gewähren. In jedem von gibt es Gnade, dies
selbst zu verwirklichen, für jeden auf seine eigene Weise.
Wenn es im Ashram Raum für das Erzählen der Wahrheit gegeben hätte, wäre dieser Brief
vielleicht nicht geschrieben worden. Aber Gurumayi und ihr Swamis sprechen nicht die
Wahrheit über den sexuellen Mißbrauch, über die Belästigung von Nityananda, und über
vieles andere. Es ist traurig, ältere Mitglieder der Siddha Yoga Gemeinschaft lügen zu
sehen. Obwohl wir anerkennen, daß es wichtig ist, die Schwächen in uns zu untersuchen,
die uns dazu führten, in die Falle zu gehen, verringert dies auf keine Weise die
Tatsache, daß Siddha Yoga im Kern betrügerisch ist.
Während wir uns immer mehr von Siddha Yoga befreien, kommen wir wieder mit einer volleren
Bandbreite unserer Gefühle in Berührung. Dies war nicht einfach, denn wir hatten so hart
daran gearbeitet, uns auf einen so engen Bereich der Gefühle zu begrenzen, die auf dem
"spirituellen Weg" als akzeptabel galten. Wir werden mit unserem Intellekt
wiedervereinigt, den wir stumm, "konzentriert" und betäubt zu machen ermutigt
wurden, zumindest soweit, um uns gegen die Heuchelei und den Betrug im Ashram blind zu
machen.
Wir lernen wieder, was es bedeutet, Freizeit und Freunde zu haben, sich zu vergnügen und
mit anderen intim zu sein. Wir lernen wieder, was es heißt, stolz zu sein auf unsere
Arbeit, unsere Kreativität, unsere Familien, unser Selbst und unseren spirituellen
Wachstum, ohne Erpressungsgebühren für den "Schutz" des Gurus bezahlen zu
müssen. Wir sind frei von dem schuldigen Bedürfnis, "es alles dem guru zu
verdanken".
Dies ist ein anonymer Brief, weil SYDA, mit Unterstützung von mächtigen
Rechtsanwaltbüros und den persönlichen Vermögen von zahlreichen wohlhabenden
Anhängern, Prozesse gegen seine Kritiker einleiten kann, und in der Vergangenheit ihre
Kritiker gewalttätig angegriffen hat und versucht hat, sie zu verleumden mit bösartigen
Lügen. Sie teilen einen Glauben mit anderen totalitären Systemen: daß ihre Mission jede
Art des Verhaltens rechtfertige, egal wie destruktiv.
Wir haben gelernt, daß wir keine kritische Bemerkung über den Guru machen können ohne
von denen, die SYDA treu sind, sofort gemieden und als geistig instabil betrachtet zu
werden. Wir sind darüber verletzt, ärgerlich und traurig. Wir trauern um den Verlust von
Freunden und Familie um die wir uns sehr sorgen. Wir hoffen, daß sie sich selbst
irgendwann erlauben werden, die Wahrheit über Siddha Yoga zu erfahren, und daß sie
aufhören, sich selbst täuschen und mundtot machen zu lassen.
Mit freundlichen Grüssen,
Einige Leute die Siddha Yoga verlassen haben.
P.S. Dieser Brief ist eine unabhängige Veröffentlichung, die nicht von irgendeine
Organisation, Gruppe oder Person unterstützt wird, die eine Verbindung zu einem anderen
Lehrer oder guru hat.
www.LeavingSiddhaYoga.org